Kain - wer war Kain?

Kain ist der Vater aller Vampire, denn er war der erste von ihnen. In der Chronik Kains wird erzählt, wie er seinen Bruder Abel opfert (erschlug) und dafür von seinem Vater Adam verstoßen wurde.

In der Dunkelheit half ihm seines Vaters erste Frau: Lilith, sie machte ihn stark und mächtig. Da er die Gnade Gottes nicht annehmen wollte, wurde er verflucht von ihm: er und seine Kinder würden ewig leben, sie würden nur Asche und Blut essen und sie würden das Sonnenlicht fürchten, da es sie verbrennen wird. Doch Kain war stark und als der Zeitpunkt recht war, da flüchtete er aus dem Land der dunklen Königin Lilith und erschuf seine ersten Kinder.

Jeder Vampir ist ein Kind des Kain, somit ist Kain ihr aller Vater

Die Chronik Kains

(Teile aus dem Buch NOD - ISBN Nummer: 3-931612-22-8)

Ich träumte vom Anbeginn der Zeit
der längsten Erinnerung
Ich spreche vom Anbeginn der Zeit
dem ältesten Vater
Ich singe vom Anbeginn der Zeit
und der Dämmerung der Dunkelheit in Nod
Wo das Licht des Paradieses
den Nachthimmel erleuchtet
Und die Tränen unserer
Eltern den Boden benetzen

Auf seinen Weg zu leben
macht sich jeder von uns auf
um unsere Nahrung vom Land zu nehmen

Und ich, der erstgeborene Kain, ich,
pflanzte mit scharfen Dingen
die dunkle Saat
begoß sie in der Erde
pflegte sie, sah wie sie wachsen

Und Abel, der zweitgeborene Abel
pflegte die Tiere
half ihnen bei ihrer blutigen Geburt
nährte sie, sah sie wachsen

Ich liebte ihn, meinen Bruder
er war der Klügste,
der Süßeste,
der Stärkste
er war die erste
all meiner Freuden.

Dann eines Tages
sprach unser Vater zu uns:
Kain, Abel,
Ihm droben müßt Ihr opfern -
ein Geschenkt vom Feinsten
all dessen, was Ihr habt

Und ich, der erstgeborene Kain, ich
sammelte die zarten Sprößlinge
die glänzendsten Früchte
das süßeste Gras

Und Abel, der zweitgeborene Abel
schlachtete die jüngsten,
die stärksten
die niedlichsten seiner Tiere

Auf dem Altar unseres Vaters
brachten wir unsere Opfer dar
und entzündeten ein Feuer unter ihnen
und beobachteten, wie der Rauch sie
zu ihm droben trug

Abels, des Zweitgeborenen, Opfer
roch süß für ihn droben
und Abel ward gesegnet.

Und ich, der erstgeborene Kain, ich
wurde von hinten getroffen von
einem harten Wort und einem Fluch,
denn mein Opfer war unwürdig

Ich betrachtete Abels Opfer,
Das noch rauchte, das Fleisch, das Blut.
Ich schrie, ich bedackte meine Augen

Ich betete Tag und Nacht
Und als Vater sprach
Die Zeit zum Opfern sei wieder da

Und Abel
Führte seine Jüngsten
Seine Süßesten,
Seine Meistgeliebten,
Zum Opferfeuer

Berache ich nicht
Meine Jüngsten,
Meine Süßesten,
Weil ich wußte
Er droben würde sie nicht wollen

Und mein Bruder
der geliebte Abel
Sprach zu mir
"Kain, Du hast kein Opfer gebracht,
kein geschenk von den Ersten deiner Freuden
Es auf den Altar seiner droben zu verbrennen."

Ich weinte Tränen der Liebe,
als ich mit scharfen Dingen
Die erste all meiner Freuden Opferte
Mein Bruder.

Und Abels Blut
bedeckte den Altar
Und roch süß
als es brannte.

Aber mein Vater sprach
"Verflucht seist Du, Kain,
der du deinen Bruder erschlugst
Wie ich ausgestoßen ward
So sollst auch du
ausgestoßen sein!"

Und er verstieß mich,
auf daß ich im Dunkeln wanderte,
Ins Land Nod.

Ich floh ins Dunkle
Ich sah keine Lichtquelle
Und ich war voller Angst
Und allein.

Liliths Ankunft

Ich war allein in der Dunkelheit
Und ich verspürte Hunger
Ich war allein in der Dunkelheit
Und mir ward kalt
Ich war allein in der Dunkelheit
Und ich weinte.

Dann sprach zu mir
Eine süße Stimme,
Eine Honigstimme
Worte des Beistands
Worte des Trostes

Eine Frau,
dunkel und lieblich
Mit Augen, die
die Dunkelheit durchdrangen
kam zu mir.

"Kain von Nod"
Sagte sie lächelnd.
"Du hast Hunger. Komm!
Ich habe Nahrung.
Dir ist kalt. Komm!
Ich habe Kleider.
Du bist traurig. Komm!
Ich habe Trost."

"Wer würde einen trösten,
der verflucht ist wie ich?
Wer würde mich kleiden?
Wer würde mich nähren?"

"ich bin Deines Vaters erste Frau,
Die mit Ihm droben uneins war
und Freiheit errang in der Dunkelheit
Ich bin Lilith!

Einst war mir kalt,
und es gab keine wärme für mich
Einst war ich hungrig,
und es gab keine Nahrung für mich
Einst war ich traurig,
und es gab keinen Trost für mich"

Sie nahm mich auf,
sie nährte mich.
Sie kleidete mich.
In ihren Armen fand ich Trost
Ich weinte, bis Blut aus meinen Augen rann
und sie küßte es fort.

Lilith Magick

Und ich wohnte eine Zeit lang
im Hause Liliths
und ich fragte sie:
"Wie hast du diesen Ort
aus Dunkelheit erbaut?
Wie hast Du Kleider gemacht?
Wie hast du Nahrung wachsen lassen?"

Und Lilth lächelte und sprach:
"Im gegensatz zu Dir binich erwacht.
Ich sehe die Fäden,
die rings um dich gesponnen sind.
Ich mache,
was ich brauche,
aus Macht!"

"Dann erweck mich Lilith", sprach ich.
"Ich brauch diese Macht.
Dann kann ich meine eigenen
Kleider machen,
Meine eigene Nahrung machen
mein eigenes Haus."

Sorgevoll runzelte sie die Stirn.
"Ich weiß nicht, was das
Erwachen mit dir tun wird,
denn du bist wahrhaft verflucht
von deinem Vater.
Du könntest sterben.
Du könntest auf ewig verändert sein."

Kain sprach: "Und dennoch,
ein Leben ohne Macht
Wird nicht lebenswert sein.
Ich stürbe ohne Deine Gaben.
Ich werde nicht als dein Knecht leben."

Lilith liebte mich,
und ich wußte es.
Lilth würde tun,
worum ich sie bat.
wenn sie es nicht wollte.

Und so erweckte mich Lilith,
Lilith mit leichtenden Augen.
Sie schnitt sich mit einem Messer
blutete für mich in eine Schale.

Ich trank in tiefen Zügen.
Es war süß.
Und dann fiel ich in den Abgrund.
Ich fiel auf immer, fiel
in die tiefste Dunkelheit.

Die Versuchung Kains

Und aus der Dunkelheit
Kam ein hell leuchtendes Licht -
Feuer in der Nacht.
Und Erzengel Michael enthüllte sich mir.
Ich hatte keine Angst. Ich fragte, was er wollte.

Michael, der Heerführer des Himmels,
Hüter der heiligen Flamme,
Sprach zu mir:
"Sohn Adams, Sohn Evas,
Dein Vergehen ist groß,
Und doch ist auch die Gnade meines Vaters groß.
Willst du nicht ablassen von dem Bösen, das du getan
und dich von Seiner Gnade reinwaschen lassen?"

Und ich sprach zu Michael:
"Nicht aus der Gnade seiner Droben,
sondern aus meiner eigenen
werde ich stolz leben."

Michael verfluchte mich und sprach:
"Dann sollen Du und Deine Kinder
Solange ihr auf erden wandelt
meine lebenden Flammen fürchten
und sie wird
Tief in Euer Fleisch beißen und es verschlingen"

Und am Morgen kam Raphael
Auf züngelnden Schwingen,
Licht am Horizont,
Lenker des Sonnenwagens
Hüter des Ostens

Raphael sprach und sagte:
"Kain, Sohn Adams, Sohn Evas,
Dein Bruder Abel vergibt dir deine Sünde
Willst du nicht bereuen und die Gnade
des Allmächtiggen annehmen?"

Und ich sprach zu Raphael
"Nicht durch Abels Vergebung,
sondern durch meine eigene
wird mir vergeben!"

Raphael verflucht mich und sprach:
"Dann sollen du und deine Kinder
Solange ihr auf Erden wandelt
Die Dämmerung fürchten
Und die Strahlen der Sonne
werden Euch wie feuer verbrennen wollen
Wo immer ihr euch auch versteckt.
Verbirg dich nun, denn die Sonne erhebt sich,
Ihren Zorn auf dich zu laden."

Aber ich fand einen geheimen Ort
in der Erde
und verbarg mich vor
dem brennenden Licht der Sonne.

Tief in der Erde schlief ich,
bis das Licht der Welt
hinter dem Gebirge
der  Nacht verborgen war.

Als ich aus mienem Schlaf erwachte,
Hörte ich das Geräusch
sacht schlagender Flügel
und ich sah
die schwarzen Schwingen Uriels,
Die mich umhüllten -

Uriel, der Schnitter, der Todesengel,
der finstere Uriel, der im Dunklen wohnt.
Uriel sprach leide zu mir und sagte:
"Sohn Adams, Sohn Evas,
Gott der Allmächtige
Hat dir Deine Sünde vergeben.
Wirst Du Seine Gnade annehmen und mich
dich zur Deiner Belohnung tragen lassen,
nicht länger Verflucht?"

Und ich sprach zu Uriel
mit den dunklen Schwingen:
"Nicht aus der Gottes Gnade,
sondern aus meiner eigenen
werde ich leben.
Ich bin, was ich bin,
ich tat, was ich tat,
und das wird sich nie ändern."

Und dann verfluchte mich
der Allmächtige Gott
Durch den furchbaren Uriel.
Uriel sprach:
"Dann sollen du und Deine Kinder
Solange ihr auf Erden wandelt,
Euch klammern an die Dunkelheit
Ihr werdet nur Blut trinken
Ihr werdet nur Asche essen
Ihr werdet immer sein,
wie ihr im Tode wart,
Nie sterben, weiterlebn.
Ihr werdet auf immer im
Dunkel wandeln,
alles, was ihr berühert, wird
zu nichts zerfallen, Bis zum
jüngsten Tag."

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