Die höllische Schmähschrift

Das erste Buch der satanischen Bibel ist nicht so sehr ein Versuch der Blasphemie, als ein Beispiel für das, was man "diabolische Empörung" nennen könnte. Der Teufel wurde von den Männern Gottes unnachgiebig und ohne Vorbehalt angegriffen. Nie hat es für den Prinz der Dunkelheit eine Möglichkeit gegeben, gemeint ist ohne Fiktion, frei und ungezwungen zu sprechen, wie die Sprecher des Herrn der Gerechten. Den auf den Kanzeln stehenden Fettwänsten der Vergangenheit war es selbst überlassen "gut" und "böse" so zu definieren, wie sie es für richtig hielten, und sie trieben mit Freuden jeden in die Vergessenheit, der nicht mit ihren Lügen übereinstimmte - sowohl durch Worte als auch, zu gewissen Zeiten, körperlich. Ihre Reden über "Nächstenliebe" werden, im Bezug auf Seine Höllische Majestät, zu leerer Heuchelei - und, unfairer Weise, das auch noch in Anbetracht der offensichtlichen Tatsache, daß ihre schöne Religion ohne ihren Satanischen Feind zusammenbrechen würde. Wie traurig, daß die allegorische Persönlichkeit, die die größte Verantwortung für den Erfolg einer spirituellen Religion trägt, mit kleinstem Maß an "Nächstenliebe", und als der konsequenteste Mißbrauch dargestellt wird, betrieben von jenen, die höchst salbungsvoll die Regeln der Humanität predigen. Während all der Jahrhunderte des Niederbrüllens, die Der Teufel erfahren hat, schrie er jene, die ihm Abbruch taten nie zurück an. Er blieb die ganze Zeit der Gentleman, während die, die er unterstützt, sich in Tiraden ergingen. Er erwies sich selbst als ein Musterbeispiel an Benehmen, doch jetzt fühlt, daß es Zeit ist zurückzuschreien. Er entschied, daß es letztendlich die zeit gekommen ist, das ihm Gebührende zu bekommen. Nun werden die schwerfälligen Regelbücher der Heuchelei nicht mehr gebraucht. Um das Gesetzt des Dschungels wieder zu erlernen, wird eine kleine, kurze Schrift genügen. Jeder Vers ist ein Inferno. Jedes Wort eine Zunge aus Feuer. Die Flammen der Hölle brennen heiß ... und läutern. Lies weiter und lerne Das Gesetz.

 

Das Buch Satan

I. 

In dieser öden Wildnis aus Stahl erhebe ich meine Stimme, auf daß Ihr hören möget. Dem Osten und dem Westen gebe ich ein Zeichen. Dem Norden und dem Süden zeige ich ein Zeichen, das verkündet: Tod dem Schwächling, heil dem Starken! Öffnet Eurer Augen, auf daß ihr sehen möget, ihr Männer vermoderten Geistes, und hört mich an, Ihr verwirrten Millionen! Denn ich stehe aufrecht, um die Weisheit der Welt herauszufordern, um die "Gesetze" der Menschen und "Gottes" zu hinterfragen! Ich suche Gründe für Eure Goldene Regel und frage nach dem Warum und Wofür Eurer zehn Gebote. Vor keinem Eurer Götzen verbeuge ich mich akzeptierend, und er, der "du sollst" zu mir sagte, ist mein Todfeind! Ich tauche meinen Zeigefinger in das wäßrige Blut Eures unfähigen Erlösers und schreibe auf seine von Dornen zerrissene Stirn: der Wahre Prinz des Bösen - der König der Sklaven! Keine altersgraue Unwahrheit soll für mich eine Wahrheit sein; kein erstickendes Dogma soll meinen Stift einengen! Ich sage mich los von allen Zusammenkünften, die mich nicht zu meinem irdischen Erfolg und Freude führen. Ich hisse in einer unerbittlichen Invasion das Banner des Starken. Ich starre in die glasigen Augen Eures ängstlichen IHVH und reiße ihm den Bart aus; ich erhebe eine Breitaxt und spalte seinen Wurm zerfressenen Schädel auf! Ich mache die gräßlichen Inhalte philosophisch getünchter Gräber zunichte und lache mit höhnischem Zorn! 

II.

Seht das Kruzifix; was symbolisiert es?. Bleiche Unfähigkeit an einem Baum hängend. Ich hinterfrage alle Dinge. Daher stehe ich vor den eiternden und lackierten Fassaden Eurer so überheblichen moralischen Dogmas, ich schreibe darauf in Lettern lodernder Verachtung: Siehe da; all dieses ist arglistige Täuschung! Versammelt Euch um mich, Oh! Ihr den Tod herausfordernden und die Erde selbst soll Euer sein, zu besitzen und zu halten! Zu lang war es der toten Hand erlaubt, lebenden Gedanken zu sterilisieren! Zu lang sind richtig und falsch, gut und böse von falschen Propheten verkehrt worden! Kein Glaube muß aufgrund einer "göttlichen" Autorität akzeptiert werden. Religionen müssen Fragen gestellt werden. Kein moralisches Dogma muß als gegeben angesehen werden - kein Standardmaß als einheitlich. Es gibt nichts heiliges innewohnend in einem Moralkodex. Wie die hölzernen Götzen vor langer Zeit, sind sie die Arbeit menschlicher Hände, und was der Mensch geschaffen hat, kann er zerstören! Jener, der zu träge ist alles und jedes zu glauben, ist von großem Verständnis, denn der Glaube in ein falsches Prinzip, ist der Anfang des Unwissens. Die Hauptaufgabe eines jeden neuen Zeitalters ist es Männer hervorzubringen, die seine Freiheiten festlegen, es zu materiellem Erfolg hinzuführen - die rostigen Vorhängeschlösser und Ketten toter Gewohnheit zu zerreißen, die immer gesunde Expansion verhüten. Theorien und Ideen, die vielleicht Leben und Hoffnung und Freiheit für unsere Vorfahren bedeuteten, können nun für uns Zerstörung, Sklaverei und Unehre bedeuten. Wie die Umwelt sich verändert, wird kein menschliches Ideal sicher stehen! Daher greift, jedesmal wenn eine Lüge sich einen Thron für sich selbst gebaut hat, diese ohne Mitleid und Bedauern an, denn unter der Herrschaft einer lästigen Unwahrheit, kann niemand gedeihen. Entthront, zerstört und rottet von Grund auf etablierte Sophismen aus, denn sie stehen für die Bedrohung allen wahren Adels des Gedankens und der Handlung. Welche sogenannte "Wahrheit" auch immer sich als leere Fiktion beweist, soll ohne viel Federlesens in die äußere Dunkelheit geschleudert werden, zu den toten Göttern, toten Reichen, toten Philosophien und zu anderem nutzlosen Gerümpel und Trümmern. Die schlimmste aller entthronten Lügen ist die heilige, geheiligte, die privilegierte Lüge - die Lüge, die jeder für ein Mustervorbild hält. Sie ist die fruchtbare Mutter aller anderen populären Fehlern und Täuschungen. Sie ist der hydraköpfige Baum der Unvernunft mit tausend Wurzeln. Sie ist ein Gesellschaftskrebs. Die Lüge, die als Lüge bekannt ist, ist zur Hälfte ausgerottet, aber die Lüge, die selbst intelligente Leute als Tatsache ansehen - die Lüge die Kindern auf dem Schoß ihrer Mutter eingetrichtert wird - gegen sie zu kämpfen ist gefährlicher als gegen kriechende Pest zu ringen. Beliebte Lügen sind schon immer die fähigsten Feinde der persönlichen Freiheit gewesen. Es gibt bloß einen Weg, um mit ihnen fertig zu werden: Schneidet sie raus, bis ins Innerste, genau wie Krebs. Vernichtet sie mit Stumpf und Stiel.  Vernichtet sie, oder sie vernichten uns!

III

"Liebt euch gegenseitig" ist, so wurde es gesagt, das höchste Gesetz. Aber welche Macht verhalf ihm dazu? Auf welcher rationalen Autorität basiert das Evangelium der Liebe? Warum sollte ich meine Feinde nicht hassen - wenn sie "liebe", bin ich ihnen dann nicht ausgeliefert? Ist es wesenseigen wenn zwei Feinde sich gegenseitig Gutes tun und was ist Gut? Kann das gerissene und blutige Opfer die Blut verspritzenden Kiefer, die ihm ein Körperteil vom anderen gerissen hat, "lieben"? Sind wir nicht von Natur aus räuberische Tiere? Wenn Menschen aufhören würden auf sich gegenseitig Jagd zu machen, könnten sie weiterhin existieren? Ist "Lust und fleischliches Verlangen" nicht ein eher treffender Ausdruck, um Lieb zu beschreiben, wenn man es auf das Fortbestehen der Rasse bezieht? Ist denn die "Liebe" der kriecherischen Schrift nicht einfach ein Euphemismus für sexuelle Aktivitäten, oder war der "Große Lehrer" ein Verehrer der Eunuchen? Liebe Deine Feinde und tu jenen Gutes, die Dich hassen und Dich benutzen - ist das nicht die verachtenswerte Philosophie der Spaniel, die sich auf den Rücken drehen, wenn sie getreten werden. Hasse Deine Feinde mit ganzem Herzen, und wenn jemand Dich an einer Wange streift, schmettere ihm auf die andere!; streif ihn richtig und fest, denn Selbsterhaltung ist das höchste Gesetz. Er, der die andere Wange hinhält ist ein feiger Hund! Vergelte Stoß mit Stoß, Verachtung mit Verachtung, Fluch mit Fluch freigibig mit verschiedensten Gemeinheiten garniert. Auge um Auge, Zahn um Zahn, ja vierfach, hundertfach! Mach Dich zum Schrecken Deiner Feinde, und wenn er seinen Weg weitergeht, wird er viel mehr an Erfahrung verfügen, über die er nachgrübeln kann. Auf diese Weise sollst Du Dir auf allen Wegen Deines Lebens Respekt verschaffen, und Dein Geist Dein unsterblicher Geist soll leben, nicht in einem nicht fernem Paradies, sondern in den Gehirnen und Sehnen derer, deren Respekt Du Dir verdient hast. 

IV

Das Leben ist der große Genuß-der Tod, die große Abstinenz. Deshalb mach das beste aus deinem Leben-hier und jetzt! Es gibt keinen glorreich strahlenden Himmel, und keine Hölle, in der Sünder schmoren.?Hier und jetzt ist unsere Zeit der Qual! Hier und jetzt ist die Zeit unserer Freude! Hier und jetzt ist unsere Gelegenheit! Wähle Dir diesen Tag, diese Stunde, denn kein Erlöser hat je gelebt. Sag zu Deinem eigenen Herzen, "Ich bin mein eigener Erlöser". Stoppe den Weg jener, die Dich belästigen würden. Laß jene, die sich Deinen Ruin ausdenken, in Verwirrung und Verachtung zurückschleudern. Laß sie das Weizen vor dem Wirbelsturm sein und laß nachdem sie gefallen sind, sich über di  Erlösung, die Du ihnen gewährst, jubeln. Dann sollen alle Deine Knochen von Stolz erfüllt sagen, "Wer ist so wie ich? War ich nicht zu stark für meine Gegner? Habe ich mich nicht selbst erlöst mit meinem eigenen Körper und Hirn?" 

V

Gesegnet seien die Starken, denn sie sollen die Welt besitzen -Verflucht seien die Schwachen, auf daß sie das Joch erben. Gesegnet seien die Mächtigen, auf daß sie unter den Menschen verehrt werden -verflucht seien die Kraftlosen, auf daß sie ausgelöscht werden! Gesegnet seien die Kühnen, auf daß sie die Herren der Welt werden Verflucht seien die gerechten Demütigen, auf daß sie von gespaltenen Hufen zertreten werden! Gesegnet seien die Siegreichen, denn der Sieg ist die Grundlage des Rechthabens-Verflucht seien die Eroberten, auf daß sie ewig Vasallen bleiben! Gesegnet seien Strengen, auf daß die Unfähigen vor ihnen fliehen Verflucht seien die Geistesschwachen, auf daß sie angespuckt werden! Gesegnet seien jene, die den Tod herausfordern, auf daß ihre Tage viele werden Verflucht seien die Heuchler, die auf ein besseres Leben hinter dem Grab warten, auf daß sie mitten im Überfluß umkommen! Gesegnet seien die Zerstörer falscher Hoffnungen, denn sie sind der wahre Messias-Verflucht seien jene, die Gott anhimmeln, auf daß die Schäfchen geschoren werden! Gesegnet seien die Mutigen, auf daß sie große Schätze ergattern Verflucht seien die Gläubigen in Gut und Böse, denn sie werden von Schatten erschreckt! Gesegnet seien jene, die an das glauben, was das beste für sie ist, auf daß ihre Geist nie eingeschüchtert werde Verflucht sind die "Schafe Gottes", auf daß sie  geschröpft werden, bis sie weißer als Schnee sind! Gesegnet ist jener Mann, der ein paar Feinde hat, auf daß sie ihm zum Helden  machen Verflucht sei der, der jenen Gutes tut, die ihn im Gegenzug höhnisch verlachen, auf daß er verschmäht werde! Gesegnet seien jene, die einen gewaltigen Horizont besitzen, auf daß sie die Wirbelwinde reiten werden Verflucht seien jene, die Lügen als Wahrheit und Wahrheit als Lügen lehren, denn sie sind eine Scheußlichkeit! Dreifach verflucht seien die Schwachen, deren Unsicherheit sie abstoßend macht, auf daß dienen und leiden! Der Engel des Selbstbetrugs hat sein Lager in den Seelen der "Gerechten" die ewige Flamme der Kraft durch Freude lebt in dem Fleisch des Satanisten. 

(Luft)
Das Buch Lucifer
Die Erleuchtung

Der römische Gott Lucifer war der Überbringer des Lichts, der Geist der Luft, die Personifikation der Erleuchtung. In der christlichen Mythologie wurde er gleichbedeutend mit dem Bösen, was nur zu erwarten war von einer Religion, deren Grundlage aus verschleierten Definitionen und unechten Werten besteht. Es ist Zeit, die falschen Aufzeichnungen richtig zu stellen. Falsche Moral und okkulte Ungenauigkeiten müssen berichtigt werden. So unterhaltend sie auch sein mögen, müssen die meisten Geschichten und Stücke über Teufelsverehrung als die veralteten Absurditäten erkannt werden, die sie sind. Es wurde gesagt, "Die Wahrheit wird den Menschen befreien." Die Wahrheit allein hat noch nie irgendwen befreit. Es ist nur der Zweifel der geistige Emanzipation bringen wird. Ohne den wundervollen Faktor Zweifel, würde sich der Durchgang, durch den die Wahrheit schreitet, fest verschließen, undurchdringbar selbst für das unermüdliche  Klopfen Tausender Lucifer. Wie verständlich, daß heilige Schriften sich auf den Infernalischen König als "Vater der Lügen" beziehen sollten eingroßartiges Beispiel für Charakterumkehrung. Wenn jeder angehalten wird die theologische Anklage, daß der Teufel für Falschheit steht, zu glauben, dann muß man sicherlich darin übereinstimmen, daß Er, nicht Gott, alle spirituellen Religionen gegründet und alle Heiligen Bibeln geschrieben hat! Wenn ein Zweifel dem anderen folgt, droht die Blase, die durch lang angesammelte Irrtümer groß geworden ist, zu zerplatzen. Für alle die schon an angeblichen Wahrheiten zweifeln, ist dieses Buch die Offenbarung. Dann wird Lucifer aufgestiegen sein. Jetzt ist die Zeit des Zweifels. Die Blase der Falschheit platzt und ihr Geräusch ist das Brüllen der Welt! 

-wanted!-
God
dead or alive

Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, daß der Satanist nicht an Gott glaubt. Die Vorstellung von "Gott", wie er von der Menschheit interpretiert wird, wurde so oft durch die Zeiten hindurch variiert, daß der Satanist einfach die Definition akzeptiert, die ihm am besten taugt. Der Mensch hat immer seine Götter erschaffen, mehr, als seine Götter ihn. Gott ist ,für einige, gütig - für andere erschreckend. Für den Satanisten, erscheint "Gott" - mit welchem Namen er auch gerufen wird, oder auch mit überhaupt keinem - als das balancierende Element in der Natur, und ohne irgend etwas mit Leiden zu tun zu haben. Diese mächtige Kraft, die das Universum durchdringt und balanciert, ist viel zu unpersönlich, um  sich um das Glück oder das Leid der Fleisch und Blut Wesen, auf diesem Dreckball, auf dem wir leben, zu kümmern. Jeder, der Satan als böse betrachtet, sollte über die vielen Männer, Frauen und Kinder nachdenken, die gestorben sind, weil es "Gottes Wille" war. Mit Sicherheit würde eine betrübte Person einen geliebten, frühzeitig verloren, Menschen lieber bei sich als in Gottes Händen sehen. Statt dessen werden sie  salbungsvoll von ihrem Priester getröstet, der sagt: "Es war Gottes Wille... ," oder "Er ist jetzt in Händen Gottes, mein Sohn". Solche Ausdrücke waren schon immer ein bequemer Weg um die Gnadenlosigkeit Gottes Wiedergutzumachen oder zu verzeihen. Aber wenn Gott alles kontrolliert und so gütig ist, wie gesagt wird, warum läßt ER solche Dinge dann zu? Zu lange stützen sich Religiöse schon auf ihre Bibeln und Reglements um zu belegen oder zu widerlegen, zu rechtfertigen, zu verurteilen oder zu interpretieren. Der Satanist versteht, daß die Menschheit und die Aktionen und Reaktionen des Universums für alles verantwortlich sind und er verleitet sich nicht zu denken, daß sich irgend jemand darum schert. Nicht mehr länger werden wir uns zurücklehnen und das "Schicksal" akzeptieren ohne etwas dagegen zu tun, nur weil es so in diesem  und jenem Kapitel, in Psalm Soundso steht und dabei bleibt's. Der Satanist weiß, daß Beten absolut nichts bringt, ja es schmälert sogar die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg, z.B. lehnen sich die frommen Religiösen zu oft selbstgefällig zurück und beten in einer Situation, die, wenn sie selbst etwas unternehmen würden, viel schneller abgehandelt werden könnte. Der Satanist meidet solche Wörter wie "Hoffnung" und "Gebet" da sie auf Ängste deuten. Wenn wir beten und hoffen, damit etwas eintrifft, werden wir nicht willentlich danach streben, daß es passiert. Der Satanist, der bereits kapiert hat, daß alles was er erreicht von seinen eigenen Handlungen herrührt, übernimmt die Führung in betreffender Situation und betet nicht zu Gott, damit etwas passiert. Positive Einstellung und Handlung führen zu erfolgen. So wie der Satanist nicht um  Gottes Hilfe betet, so betet er nicht um Vergebung für seine Missetaten. In anderen Religion, wenn man etwas Falsches getan hat, betet man entweder zu Gott oder bekennt dieses einem Mittelsmann und bittet ihn zu Gott für die Vergebung seiner Sünden zu beten. Der Satanist weiß, daß, wenn beten nichts bringt, es noch weniger bringt seine Sünden einem Menschen, so wie man selbst einer ist, zu gestehen- und es ist, noch  darüber hinaus, erniedrigend. Wenn ein Satanist einen Fehler begeht, dann weiß er, daß es natürlich ist etwas falsch zu machen und wenn ihm das, was er getan hat wirklich leid tut, wird er daraus lernen und sich darum kümmern, daß er so etwas nicht wieder tut. Wenn es ihm nicht ehrlich leid tut und er weiß, daß er dasselbe immer wieder tun wird, hat es nicht den geringsten Grund zu gestehen und um Vergebung zu bitten. Menschen bekennen ihre Sünden, damit sie ihr Gewissen reinigen und damit sie wieder so frei sind, um in die Welt zu gehen und wieder zusündigen, gewöhnlich dieselben Sünden. Es gibt so viele verschiedene Interpretationen von Gott, im gebräuchlichen Sinne des Wortes, wie es verschiedene Menschen gibt. Die Vorstellungen reichen von einem Gott, der eine verschwommene Art von "kosmischen Verstand" ist, bis hin zu einer anthropomorphischen Gottheit mit einem weißen Bart und Sandalen, die alle Handlungen der einzelnen Individuen verfolgt. Selbst innerhalb  der Grenzen einer gegebenen Religion, differieren die einzelnen Gottesvorstellungen gewaltig. Einige Religionen gehen sogar so weit, jeden, der zu einer anderen religiösen Sekte, als der eigenen gehört, als Ketzer abzustempeln, obwohl die Gesamtdoktrin und die Vorstellungen über die Göttlichkeit fast die gleichen sind. Zum Beispiel: Die Katholiken glauben, daß die Protestanten zur Hölle verdammt sind, einfach weil sie nicht zur katholischen Kirche gehören. Genauso glauben viele Splittergruppen des christlichen Glaubens, so wie die Protestanten oder die Orthodoxen, daß die Katholiken Heiden sind, die Grababbilder verehren. (Christus ist auf eine Weise abgebildet, die physiologisch sehr Nahe an persönliche Verehrung kommt, und trotzdem kritisieren Christen "Heiden" wegen der Verehrung von Skulpturen) Und die Juden waren a schon immer synonym für Teufel. Selbst wenn der Gott in all diesen Religionen im Prinzip der Gleiche ist, betrachtet jede den Weg, der von den anderen gewählt wurde, als verwerflich. Und um das noch zu übertreffen, beten die Gläubigen auch noch für einander. Sie verachten ihre Brüder des Pfades der rechten Hand, weil sie verschiedene Banner tragen und irgendwie muß diese Feindseligkeit ausgetragen werden  Gibt es denn einen besseren weg als durch "Gebet". Welch höflicher weg mit affektiertem Lächeln zu sagen: "Ich hasse Dich wie die Pest," ist der fadenscheinig maskierte Kniff bekannt als das beten für Deine Feinde. Für den eigenen Feind zu beten ist nichts anderes als abgrundtiefer Zorn und zwar von entschieden minderwertiger und schäbiger Qualität. Wenn es wirklich so viele gewalttätige Streitereien gab, wer Gott nun richtig verehrt, wie viele verschiedene Ansichten von Gott kann es dann geben und wer hat recht? Alle frommen "Lichthascher" beschäftigen sich damit, Gott zu erfreuen, um das "Perlentor" geöffnet zu bekommen, wenn sie sterben. Wie dem auch immer sei, falls ein Mann sein Leben nicht in Übereinstimmung mit seinem Glauben geführt hat, kann er schließlich in der letzten Minute noch einen Kleriker zu seinem Totenbett für die endgültige Absolution rufen. Der Priester oder Geistliche wird dann gelaufen kommen, zum einen, um alles mit Gott "ins Reine zu bringen" und zum anderen, um zu sehen ob sein Paß für die Einreise in die Himmlischen Gefilden noch gültig ist. (Die Yezidis, eine Sekte von Teufelsanbeter, haben einen Standpunkt. Sie glauben, daß Gott allmächtig ist, aber genauso alles vergebend, und so dementsprechend fühlen, daß es der Teufel ist, dem sie gefallen müssen, weil er ihre Leben hier auf erden beherrscht. Sie glauben so fest daran, daß Gott alle ihre Sünden vergeben wird, sobald sie die letzte Salbung erhalten haben, daß sie es gar nicht daran denken, daß Gott sich um sie scheren könnte, während sie noch leben). Mit all diesen Widersprüchen in der Christlichen Schriften, können zur Zeit viele Menschen das Christentum, wie es in der Vergangenheit ausgeführt wurde, rational nicht akzeptieren. Ein Großteil der Menschen beginnt an Gottes Existenz, im Sinne des Christentums, zu zweifeln. So entschlossen sie sich, sich selbst "Christliche Atheisten" zu nennen. Sicher, die Christliche Bibel ist voll von Widersprüchen, aber was könnte widersprüchlicher sein, als das Wort "Christlicher Atheist". Wenn prominente Oberhäupter der christlichen Kirche die vergangen Gottesinterpretationen verwerfen, wie kann man dann von den Anhängern erwarten, daß sie an vergangene religiöse Traditionen festhalten? Mit all den Streitereien, ob Gott nun tot ist oder nicht, sollte er, wenn er nicht schon tot ist, die Caritas rufen.

 

DER GOTT; DEN DU RETTEST, KÖNNTEST Du SELBST SEIN!

Alle Religionen spiritueller Natur sind Erfindungen der Menschen. Sie haben ein vollständiges System von Götter geschaffen, mit nichts anderem als ihrem fleischlichem Hirn. Nur weil der Mensch ein Ego hat und dieses akzeptieren kann, mußte er es in eine spirituelle Idee auslagern, die er "Gott" nennt. Gott kann alles tun, was dem Menschen verboten ist zu tun so wie Leute töten, Mirakel vorgaukeln, um seinen Willen Genugtuung zu schaffen, regieren ohne augenscheinliche Befugnis, etc. Wenn der Mensch solch einen Gott braucht und diesen Gott anerkennt, dann verehrt er eine Wesenheit, die ein Menschliches Wesen erfunden hat. Daher, verehrt er quasi durch einen Bevollmächtigten den Mann, der Gott erfunden hat. Ist es nicht vernünftiger, einen Gott zu verehren, den man selbst erfunden hat, im Einklang mit seinen eigenen persönlichen Bedürfnissen einen, der am besten und in erster Linie die äußerst fleischliche und physische Existenz repräsentiert, die die Vorstellungskraft hatte, einen Gott zu erfinden. Wenn der Mensch auf die Auslagerung seines wahren Selbst in der Form Gottes besteht, warum fürchtet er dann sein wahres Selbst, indem er "Gott" fürchtet? Warum preist er sein wahres Selbst, indem er "Gott" preist?,-warum bleibt er außerhalb von Gott, um sich in seinem Namen mit in Ritualen und religiösen Zeremonien zu engagieren? Der Mensch braucht Dogma und Ritual, aber kein Gesetz besagt, daß ein ausgelagerter Gott von Nöten ist, um sich in Ritualen zu engagieren, die im Namen eines Gottes abgehalten werden. Könnte es sein, daß wenn er die Lücke zwischen sich selbst und seinem "Gott" schließt, er den Dämon des Stolzes Vorwärtskriechen sieht daß die reellste Verkörperung Luzifers in seiner Mitte erscheint?

:: Quelle: "Anton Szandor La Vey" 1969 - Die Satanische Bibel ::

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